Entdeckt: Binoculers
In den letzten Wochen habe ich zwei wunderschöne Postkarten und einen Brief bekommen. In krakeliger Handschrift wurde mir da eine Künstlerin empfohlen: Binoculers. Binoculers steht in der (leider noch) kleinen Tradition des deutschen Anti-Folk. Die Hamburgerin zupft ihre Klampfe und singt dazu charmant unbeholfen von kleinen Monstern, Omas Haus und ähh Vögeln. Fünfzehn wunderschöne Lieder hat sie auf ihrem neuen Album “There is not enough space in the dark” versammelt. Sie oszillieren bunt zwischen süß und groß.
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Entdeckt: Tashaki Miyaki
“why doesn’t youtube have a ‘marry me’ button instead of a like button?”
Gute Frage eigentlich. Lucy Miyaki und Rocky Tashaki samt Bassist Lil D kommen aus Kalifornien und machen momentan alle Indie Hipster ganz wuschig. Es ist das übliche Spiel: wunderschöne Videos und kaum Informationen über die Bands. Exklusive Songs auf Blogs hier und da, ausgewählte Informationen, Mini-Interviews, mysteriöse tumblr Bilderblogs etc.
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Entdeckt: Erevan Tusk

Letzte Woche flatterte eine schöne Platte auf meinen Schreibtisch: Erevan Tusk. Seitdem läuft bei mir kaum etwas anderes. Die Band aus Frankreich ist für mich DIE Neuentdeckung der Indie-Folk-Szene: Poetische Texte, süße Melodien. Alles ist leicht schwebend und doch irgendwie tief berührend.
Das Pariser Quintett gönnt sich den Luxus von zwei Leadsängern. Der Harmoniegesang steht bei Erevan Tusk daher auch im Vordergrund, was sehr an Band Of Horses oder auch The Shins erinnert. Und das ist gut so!
Das Quintett stammt aus Paris und hat gerade das erste Album veröffentlicht: Fortify Your Innocence. Der Name der Band allerdings ist verwirrend. Man findet im Netz alles von Yerevan Tusk über Eriwan Tusk bis zu dem, was auf der Platte steht: Erevan Tusk. Woher die Verwirrung? Das liegt an der Herleitung: Der Name ist ein Konvolut aus der armenischen Hauptstadt "Yerevan" und dem englischen Tusk ("Stoßzahn"). Und soll genau das bewirken, was ihr jetzt denkt: "Hä?!" Erevan Tusk mögen es eben gerne mysteriös.
Dennoch ist die Musik absolut bezaubernd! Romantisch wie die Smiths, treibend wie The National, zuckrig wie Belle & Sebastian und poppig-schrammelig wie R.E.M.
Vielleicht haben wir es hier mit den neuen Königen des europäischen IndiePop zu tun!
Entdeckt: Ewert & The Two Dragons
Estland ist nicht für seine Musik bekannt. Estland ist eigentlich für gar nicht so viel bekannt. Mir fällt gerade überhaupt nichts ein, was ich mit Estland verbinden würde. Außer Erdkundeunterricht. Und den Eurovision Song Contest (der Samstag wieder stattfindet Juchuuuu! Sorry, ich bin Fan!). Diese Band hier tritt dort nicht an, kommt aber aus eben jenem Estland.
Ewert & The Two Dragons heißen sie.
Der Name klingt dramatisch. Ein bisschen wie eine Kampagne aus Diablo 3. Allerdings verbirgt sich dahinter kein Fantasygemetzel. Noch nicht einmal Mittelaltermusik. Ewert & The Two Dragons machen Folk. Einfachen Folk. Wunderbaren Folk. Unglaublich tanzbar, treibend, sehr skandinavisch. Ewert hat eine tiefe, sonore Erzählersingstimme.Dazu gesellen sich die vier Bandkollegen (ja, vier. Der Name verwirrt, Ewert & The Two Dragons sind nämlich gar kein Trio) mit Glockenspiel, Schrammelgitarre, sanften Chören, Schellenkranz, Geklatsche und stampfendem Schlagzeug. Klingt nach Hippie, ist es aber gar nicht. Es ist einfach nur unglaublich schön!
In Estland kommen Ewert & The Two Dragons sehr gut an. Sie ewinnen massenhaft Preise, haben Charthits und begeistern auf Konzerten. Mal gucken, wann sie nach Hamburg kommen!
Ewert & The Two Dragons heißen sie.
Der Name klingt dramatisch. Ein bisschen wie eine Kampagne aus Diablo 3. Allerdings verbirgt sich dahinter kein Fantasygemetzel. Noch nicht einmal Mittelaltermusik. Ewert & The Two Dragons machen Folk. Einfachen Folk. Wunderbaren Folk. Unglaublich tanzbar, treibend, sehr skandinavisch. Ewert hat eine tiefe, sonore Erzählersingstimme.Dazu gesellen sich die vier Bandkollegen (ja, vier. Der Name verwirrt, Ewert & The Two Dragons sind nämlich gar kein Trio) mit Glockenspiel, Schrammelgitarre, sanften Chören, Schellenkranz, Geklatsche und stampfendem Schlagzeug. Klingt nach Hippie, ist es aber gar nicht. Es ist einfach nur unglaublich schön!
In Estland kommen Ewert & The Two Dragons sehr gut an. Sie ewinnen massenhaft Preise, haben Charthits und begeistern auf Konzerten. Mal gucken, wann sie nach Hamburg kommen!
Guten Morgen,
Heute ist ein schöner Tag. Heute feiert das neue Video von Pretty Mery K Premiere. Es heißt "Mery in Wonderland" und wurde in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Regisseur Mika Johnson, der japanischen Künstlerin Kaori Mitsushima und dem Schweizer Filmemacher Micha Hilliard erstellt. Viele Köche verderben den Brei? Denkste! Das Video ist super geworden: Masken, Wackelpudding, Mixer - und das in den ersten 10 Sekunden!
Heute ist ein schöner Tag. Heute feiert das neue Video von Pretty Mery K Premiere. Es heißt "Mery in Wonderland" und wurde in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Regisseur Mika Johnson, der japanischen Künstlerin Kaori Mitsushima und dem Schweizer Filmemacher Micha Hilliard erstellt. Viele Köche verderben den Brei? Denkste! Das Video ist super geworden: Masken, Wackelpudding, Mixer - und das in den ersten 10 Sekunden!
Mery in Wonderland from Art+Practice on Vimeo.
Gänsehaut: Benjamin Francis Leftwich
Momentan ist echtes Ohrwurmwetter. Die Sonne scheint, der Rasen kitzelt unter den Füßen - da will man die Augen zumachen und immer nur dieses eine Album hören! Bei mir ist das gerade Benjamin Francis Leftwich mit "Last Smoke Before The Snowstorm". Was für eine schöne Platte!
Der 22-jährige Brite klingt wie alle meine Lieblingsmitsummindiebands: Death Cab For Cutie, José Gonzalez, Nick Drake, Elliott Smith, Kevin Devine ... muss ich weiterzählen? Nein... Er haucht die Vocals, zupft sanft seine Gitarre, man fragt sich, wann ein großer Mobilfunkkonzern seine Werbung damit unterlegt. Aber es ist natürlich noch charmanter, dass das nicht passiert.
Viel Spaß bei der Gänsehaut!
ORPH - Lovesong For Kui

Das Hamburger Label DevilDuck Records wird mit viel viel Liebe und noch viel viel mehr Leidenschaft betrieben. Die Bandauswahl scheint auf den ersten Blick eklektisch: Miss Li, Björn Kleinhenz, Scams, Talking To Turtles, Murder. Aber dahinter verbirgt sich der stilsichere Geschmack eines einzelnen Mannes: Jörg Tresp. Wenn er nicht gerade mit Bands in Seattle abhängt (und es muss Seattle sein), dann legt er in der Hasenschaukel auf oder präsentiert in seiner Reihe "About Songs" neue, gute Bands. Klar, ab und an gibt's auch mal ein Release. Im Mai zum Beispiel: ORPH!
ORPH stammen aus Weimar. Und viel mehr weiß man über die Band auch nicht. Im letzten Jahr haben sie auf dem Reeperbahn Festival gespielt und wurden mit folgenden Worten angekündigt:
Ihre Musik ist wie eine verhexte Traumreise. Nie weiß man, was als nächstes kommt. Und doch geht es eindeutig voran. Gerade noch trinkst du mit dem verrückten Hutmacher Tee zu den Klängen einer Spieluhr, als dich schon die Grinsekatze mit maliziös verwaveten Rhythmen aus dem Konzept bringt. Kaum glaubst du, dem verfluchten Märzhasen einer schrägen Melodie auf die Schliche gekommen zu sein, als dir eine überdimensionierte Herzkönigin mithilfe eines wohlfeil geschwungenen Flamingobreaks den igelförmigen Croquetball eines Trompetenparts zuspielt. Orph, das sind die Songs von hinterm Spiegel.
Dem kann man eigentlich nicht viel hinzufügen. Hört selbst, aber Achtung: Ohrwurmgefahr!
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