Erland & The Carnival - Nightingale

Es wurde aber auch langsam mal an der Zeit, dass es mal wieder ein gutes und solides Brtipop-Album gibt. Denn Erland & The Carniva haben mit ihren neuen Album ordentlich drauf gelegt. Das Debüt hat gerade mal ein Jahr auf dem Buckel und nun ist mit Nightingale ein brachiales Album veröffentlicht worden. Überall sind kleine Tonfetzen verteilt, die das Ganze spannend und entdeckungsreich machen. Kein Wunder also, dass die internationale Presse dabei feuchte Hände bekommt.

Mit elektronischen Hilfsmitteln wurde der Longplayer in einem alten Schiff aufgenommen, welches seit Jahren auf der Londoner Themse vor sich hin modert. Diese Tatsache erklärt sicherlich diese extreme Kreativität und Verspieltheit, die man auf Nighingale findet. Nichts will typisch klingen, oder wie einmal gehört. Dazu kommt dann noch das Talent es nicht belanglos sondern fesselnd aufzunehmen. Lieder, die im Gedächtnis haften bleiben.

Und nebenbei klingen die 13 Stücke folkig und irgendwie auch psychedlisch. Eine seltsame aber auch frische Mischung. Alles wirkt leicht düster und als würde nur der Mondschein für winziges Licht sorgen. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein Sound entwickelt, der vielversprechend süchtig macht. Bestes Beispiel ist sicherlich Wealldie, mit dem wohl wenig ansprechendem Titel, aber extrem verspielten Klänge lenken davon ab. Wenn der Gesang ein Gang zurück genommen wurde und ein kaputt klingendes Schlagzeug im Vordergrund steht, lauscht man ungewohntes Terrain.
Auf jeden Fall eine Steigerung zum Vorgänger, der ein wenig in der Masse unterging. Der Nachfolger dagegen weißt Stärke und Eigensinn. Selbst wenn manche Tracks gruselig klingen, hier steckt Leben drin. Von Erland & The Carnival werden wir garantiert noch mehr in 2011 hören und sehen.

Ende April ist eine kleine Tour durch Deutschland geplant. Vielleicht die letzte Gelegenheit diese Band in einem kleinen Klub zu bewundern. Termine stehen im Tourkalender.

Nightingale erschien am 11. März 2011 über Fulltime Hobby (Rough Trade).

1 Kommentar:

  1. Volle Zustimmung, Wealldie ist einer der besten Tracks, die ich bisher 2011 so gehört habe. Man kennt ja die Hypes von der Insel, wundert mich eigentlich, dass um Erland & The Carnival nicht viel mehr Wind gemacht wird. Der Sound klingt singulär und experimentierfreudig, aber nicht anstrengend.

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